Verletzliches Dasein

Furchen in mir

In meine Erde reißt

dein Kuss die Furchen,

die nicht mehr verwittern.

Deine Arme umwachsen mich,

auspressen mir das Blut,

das ich dir schenke.

Pflug bist du und Liane

oder die Schlange,

die mich erdrosselt.

Ich stoße meinen Kopf

an unserer Unmöglichkeit

und bin gefangen in der Liebe

wie der Häftling in der Zelle.

Deine Nähe verändert mich

und lässt mich erblühen.

Und immer dein Körper:

Jelängerjelieber.

4-1-verletzl

Im Nachtzug

Im Nachtzug gestern, du.

Deine Augen mir gegenüber

versenkt in Die Zeit,

Innenblatt du, Außenblatt ich.

Metapher: versenkt in die Zeit,

verhaftet, verloren.

Deine Zeit, unsere Zeit,

an wie vielen Tagen

dein Körper dort, mein Körper hier.

In wie vielen Nächten wir

auf der Landkarte der Welt,

auf den Flugstraßen unserer Herzen.

Im Logbuch die Schrift:

"Versenkt in die Zeit".

Wie lange noch?

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