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Die
Faszination
der Lyrik ist das Paradoxon, das Unsagbare sagbar zu machen und die
wortlosen Bilder unseres Lebens und der Seele in eine gültige Gestalt
der Sprache zu bannen.
Im
Laufe meines Lebens habe ich sehr viele Gedichte auswendig gelernt und
hin und wieder eins geschrieben. Vor Jahren begann bei einem Spaziergang
über ein verschneites und vom blauen Himmel überstrahltes Felder- und
Wiesengeviert mein häufigeres, zeitweise regelmäßiges Schreiben mit
dem Gedichttitel „Wege und Tage“. Nach längerem Warten und Bemühen
erschien mein erstes Buch „Verletzliches Dasein“ mit dem Titelbild
einer gepflasterten Straße in Saint Emilion in der berühmten südwestfranzösischen
Weingegend. Straße, für mich eher noch Feldweg, sind Grundmetaphern des
Lebens. Aber jede Straße , jeder Weg endet irgendwo; das ist oft ein Glück,
sicher oft aber auch ein tiefer Schmerz. Auch ein Text, ein Gedicht, geht
einen Weg, zum anderen, zum Leser , der versucht, durch die Bilder
und die Sprache mit dem Autor zusammen einen Weg zu gehen. Er sollte dann
eigentlich in seinen eigenen Tiefen ankommen.
Es
folgten weitere Buchtitel, in die ich auch Prosa aufnahm,
Kurzgeschichten, Essays, und in denen ich andere, nicht mehr so streng
gebundene Formen entwickelte. Dabei halfen mir als Mentoren, denen ich
viel verdanke, vor allem Francisca Ricinski-Marienfeld, aber auch meine
Frau.
Zahlreiche
Texte – manche eigens als Lieder geschrieben – wurden von Gisbert
Stenz und Britta Bauer vertont und begleitet, von Maria Höllig gesungen,
auf einer CD unter dem Titel „Du hast mein Lied im Rosenbeet
versteckt“ festgehalten und hörbar. Stephan-Maria Glöckner, der dieses
Lied auf der CD singt, hat zudem bei mehreren meiner Bücher das
Cover gestaltet und einige auch mit Zeichnungen bereichert.
Eine
besondere dichterische und menschliche Freundschaft verbindet mich seit
Jahren mit mehreren rumänischen Autoren und Kritikern. Texte von mir
wurden außer ins Französische ( von Ilse Garnier ) ins Rumänische
übersetzt und dort publiziert.
Dafür
wurde ich 2003 in die Akademie der Wissenschaften, Literatur und Künste
in Oradea aufgenommen. 2005 erhielt ich auf der Jahrestagung der
bekannten Zeitschrift Convorbiri Literare in Jasi den Lyrikpreis.
Veröffentlichungen
in den Literaturzeitschriften „Eremitage“, "Matrix" und
„Dichtungsring“, dessen Redaktionsmitglied ich bin, sowie Gedichte in
zahlreichen Anthologien des verdienstvollen Verlegers Theo Czernik und in
anderen Anthologien, auch im Inselverlag (s.unten).
„Kunst
heißt, nicht wissen, dass die Welt schon ist und eine machen…niemals
vollenden…“ (R.M.Rilke)
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